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Humboldt-Universität zu Berlin - Computer- und Medienservice

Virenbefall - Was ist zu tun?

Maßnahmen bei einem (möglichen) Virenbefall

  • Erste Reaktion: Ruhe bewahren!
  • Es sollten alle aktiven Anwendungen beendet und alle offenen Daten gespeichert werden. Der Rechner sollte neu gestartet werden.
  • Mit einem Virenprüfprogramm sollte der Datenträger auf einem möglichen Virenbefall hin überprüft werden.
  • Antivirensoftware enthält meist die Funktion der Virenbeseitigung (so auch VirusScan), mit der versucht werden sollte, die Viren zu eliminieren. Es besteht aber dabei die Gefahr, dass ein Virus nicht beseitigt werden kann oder mit der Virenbeseitigung die Datei(en) unbrauchbar wird (werden) (insbesondere bei Programmviren).
  • Dateiviren können i. A. durch Löschen derselben beseitigt werden (Achtung: Gelöschte Dateien auch aus dem Papierkorb beseitigen!).
  • Im Internet werden Tools zur Beseitigung der Folgen von Viren bereitgestellt, z.B.
    - der STINGER von McAfee (http://vil.nai.com/vil/stinger/)
    - in der „Virus Library“ bei der Beschreibung der konkreten Viren.
  • Besonders hartnäckige Viren lassen sich nur durch Löschen des Datenträgers beseitigen. Dazu sind als erstes alle (virenfreien) Dateien zu sichern (da diese möglicherweise verloren gehen). Dann sollte mit dem Kommando SYS ein neuer Bootsektor auf den Datenträger geschrieben werden. Wenn das nicht ausreicht, ist der Datenträger vollständig neu zu formatieren (Achtung: spätestens jetzt gehen wirklich alle Daten auf diesem Datenträger verloren!).
  • Bootviren kann man auch mit einem undokumentierten Parameter des FDISK-Befehls vom Datenträger entfernen, der mit der Syntax FDISK/MBR eingegeben wird. Der Nachteil ist, dass dabei mögliche installierte Boot-Manager, die die Spur 0 benötigen, gelöscht werden.
  • Abschließend zu einer Virenbeseitigung sollte noch einmal ein vollständiger Virentest mit einem Antivirenprogramm laufen.
  • Es sollte versucht werden, die Quelle der Virusinfektion zu ermitteln.
  • Weiterhin betroffene Benutzer sollten informiert und gewarnt werden. Auf deren Computer sind die Maßnahmen der Virenerkennung und -beseitigung auszudehnen.
  • Der Virenbefall sollte protokolliert und der entsprechende DV-Beauftragte darüber informiert werden.
  • Mitarbeiter des Computer- und Medienservice stehen als Ansprechpartner natürlich gern zur Verfügung (z.B. Lutz Stange).