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Abb.: Andreas Vollmer

Humboldt-Universität zu Berlin - E-Assessment

Klausurtyp: Closed-Book

Klausuren stellen ein wichtiges Instrument zur Leistungsfeststellung dar. Bei sog. Closed-Book-Verfahren werden zu einem bestimmten Zeitpunkt und innerhalb einer festgelegten Zeit Wissen und Kompetenzen geprüft, ohne dass weitere als die zugelassenen Hilfsmittel verwendet werden dürfen. Sie können in Moodle über das Test- und das Aufgabenmodul realisiert werden.

Closed-Book mit dem Aufgaben-Modul (Moodle)

Grundsätzlich können (geschlossene) Prüfungen leicht mithilfe der Aktivität "Aufgabe" in Moodle angelegt und durchgeführt werden.

Wer die notwendigen, separat gesetzten Voraussetzungen (z.B. "Ja" bei der Erklärung zur Gesundheit) erfüllt, erhält die Prüfungsaufgabe (z.B. ein Essay oder eine komplexe Rechenaufgabe) freigeschaltet und kann sie ggf. herunterladen.

Die Bearbeitung erfolgt anschließend entweder analog auf Papier, digital als Textdokument oder sogar online im Aufgabeneditor in der vorgegebenen Zeit und nur mit den ggf. zugelassenen Hilfsmitteln.

Am Ende der Prüfungszeit wird das Ergebnis im Falle der "Papierlösung" fotografiert und die Datei hochgeladen. Ansonsten wird nur die Textdatei hochgeladen.

Nach der Prüfung kann die Bewertung online im Aufgaben-Modul erfolgen, das es sogar ermöglicht, die Studierenden per Mitteilungsfunktion individuell über die erreichte Prüfungsleistung in Kenntnis zu setzen.

 

Closed-Book mit dem Test-Modul (Moodle)

Das Closed-Book-Verfahren lässt sich ebenso mit dem Test-Modul von Moodle durchführen. Dann wird die Klausur als Antwort-Wahl-Verfahren (Multiple Choice, MC) gestaltet, wobei hier auch über das eigentliche MC-Verfahren hinausgehende Aufgabenstellungen wie Zuordnung, Umordnung und Texteingabe zu verstehen sind.

Nachdem die Fragen vor der Klausur (Gesundheit, Selbständigkeit, Täuschung) bejaht wurden, wird der "Test" automatisch freigeschaltet und kann während der vorgegebenen Zeit online bearbeitet werden. Moodle speichert mindestens alle 60 Sekunden und grundsätzlich bei jedem Seitenwechsel die Zwischenergebnisse, so dass die Gefahr von "Datenverlusten" relativ gering ausfällt.

Der "Test", d.h. die Klasur, endet zum vorher festgesetzten Zeitpunkt automatisch und Prüflinge können, falls die Prüfer und Prüferinnen dies so eingestellt haben, sofort ihr Prüfungsergebnis sehen.

 

Closed-Book-Verfahren: Identität und Täuschung

Da geschlossene Klausuren Aufsichtsarbeiten darstellen, muss aus Gründen der Chancengleichheit für alle Prüflinge sowohl die Identität des Prüflings eindeutig festgestellt als auch die Gelegenheit zu Täuschungsversuchen möglichst reduziert werden. Dies kann bei einer E-Prüfung in Distanz nur bedingt auf die herkömmliche Art (Identitätskontrolle zu Beginn der Prüfung, Aufsicht im Prüfungsraum) gewährleistet werden (s. Handreichung zur Online-Durchführung von Closed-Book-Prüfungen). Daher ist es essentiell, vor allem die Wahrscheinlichkeit von Täuschungsversuchen durch didaktische Optionen (Aufgabenpool für verschiedene, gleichwertige Klausuren; höherer Komplexitätsgrad der Aufgaben) zu minimieren.