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Abb.: Andreas Vollmer

Humboldt-Universität zu Berlin - E-Assessment

Prüfungsvorbereitung

Die Prüfungsvorbereitung beginnt bereits vor der Vorlesungszeit, da zu Beginn einer Lehrveranstaltung die Prüfungsform und die daraus resultierenden Anforderungen feststehen müssen. Beim E-Assessment gibt es in der Vorbereitung der E-Prüfung einige Spezifika wie z.B. die Einrichtung eines Prüfungskurses in Moodle zusätzlich zu beachten.

In der Phase der Prüfungsvorbereitung gilt es, verschiedene Prozesse aufeinander abzustimmen. Hierzu zählen die Formularitäten rund um die Prüfungsanmeldung seitens der Prüfer und Prüferinnen, die Einrichtung eines Prüfungskurses bei Moodle, die Umsetzung der Prüfungsidee in eine zugelassene Prüfungsform und das transparente Informieren der Studierenden inkl. eines notwendigen Testdurchgangs einer vergleichbaren Probeprüfung (z.B. im Kurs der Lehrveranstaltungs). In jedem Teilprozess sollten einige wichtige Punkte beachtet werden.

 

Anmeldung

Nachdem der Prüfungsausschuss (PA) oder das Prüfungsbüro die Prüfenden aufgefordert hat, die notwendigen Informationen zur beabsichtigten Prüfung (Prüfungsform gem. Studien- und Prüfungsordnung, Prüfungstermine etc.) mitzuteilen, haben die Prüfer und Prüferinnen immer noch die Möglichkeit, eine Änderung der Prüfungsform beim PA zu beantragen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen (vgl. § 96d Abs. 2 und 3 ZSP-HU).

Normalerweise sollte die Prüfungsform jedoch vor dem Beschlusss des Prüfungsplans festgelegt werden, da die Studierenden bereits zu Beginn der Lehrveranstaltung über die Prüfungsform und ihre Durchführungsmodalitäten zu informieren sind. Dies ist auch deshalb wichtig, da Studierende so in der Lage sind, einen Nachteilsausgleich zu beantragen, falls sie mit der Durchführung im Speziellen oder der Prüfungsform im Allgemeinen anderweitig nicht zu überwindenden Schwierigkeiten ausgesetzt wären.

Möglichst rechtzeitig sollten die Prüfungen in der Datenbank (Listenansicht: https://hu.berlin/moodle-exam-calendar; neue Einträge: https://hu.berlin/moodle-exam-calendar-newentry) im Moodle-Kurs "Elektronische Prüfungen in Moodle" eingetragen werden. Hier kann z.B. auch vermerkt werden, dass ein externer (technischer) Telefon-Support seitens des Moodle-Supports für die Prüfungszeit erwünscht ist.

Wichtig zu planen: Der Support der E-Prüfung sollte weitgehend durch die Prüfenden und / oder Aufsichtspersonen sicher gestellt werden (zur Unterstützung s. Handreichung zur Betreuung während der Prüfung). Dafür wäre es gut, jeweils auch Verantwortliche für die Technik zu benennen und für die Prüfung einzuplanen.

Zusammenfassung: Die Prüfung anmelden und planen

Schritt 1: Festlegen der Prüfungsform, ggf. Beantragung einer alternativen Prüfungsform beim PA (gem. § 96d ZSP-HU)

Schritt 2: Transparente Information der Studierenden über die intendierte Prüfungsform und die damit einhergehenden Prüfungsmodalitäten sowie etwaige Nachteilsausgleichsregelungen

Schritt 3: Mitteilung der Prüfungsform, der Prüfungstermine, der potentiellen Teilnehmerzahl etc. an das Prüfungsbüro

Schritt 4: Offenheit gegenüber potentiellen technischen Problemen zeigen und ggf. gemeinsam mit Studierenden nach Lösungsansätzen suchen

Schritt 5: Anmeldung der Studierenden während des Anmeldezeitraums im Prüfungsbüro

 

Prüfungskurs

Für (schriftliche) E-Prüfungen, die auf Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Internet angewiesen sind, muss stets ein separater Prüfungskurs bei Moodle (im Kursbereich Prüfungen) angelegt werden, um Prüfung und Prüfungergebnisse langfristig und zuverlässig seitens des CMS archivieren zu können.

Wurde ein entsprechender Kurs angelegt, können die Studierenden manuell eingeschrieben werden. Bei großen Kohorten sollten sich die Studierenden jedoch lieber selbst per Einschreibschlüssel einschreiben. Leider ist es zurzeit nicht möglich, die Anmeldedaten zur Prüfung automatisch aus AGNES bzw. POS nach Moodle zu exportieren. Grundsätzlich müssen sich die Studierenden der HU mit ihrem HU-Account für die Prüfung anmelden bzw. in den Kurs einschreiben. Eine Änderung der E-Mail-Adresse zur Anmeldung bei Moodle kann formlos beim Moodle-Support (Vorlage hier) beantragt werden, falls die erste Registrierung mit einer privaten E-Mail-Adresse erfolgte. Eine Änderung der E-Mail-Adresse im HU-Moodle-Profil in die HU-Mailadresse können Studierende im Anschluss selbst vornehmen: https://hu.berlin/moodle-profilanpassen. Für HU-Externe sollte die Verwendung der E-Mail-Adresse ihrer Hochschule angestrebt werden.

Spätestens kurz vor dem Prüfungstermin müssen die Prüfer und Prüferinnen die angemeldeten Prüflinge mit den zugelassenen abgleichen und ggf. nicht-zugelassene Prüflinge von der Prüfung ausschließen.

Achtung: Die Prüfungsaufgaben nicht schon bei der Einrichtung des Kurses, sondern erst zu Prüfungsbeginn (!) sichtbar stellen

Wichtige Einstellung im Moodle-Plugin Zoom: Grundsätzlich sollten beim Einrichten der Aktivität HU-Zoom-Meeting im Prüfungskurs unter dem Punkt "Meeting Optionen" die Voreinstellungen beibehalten werden. Besonders wichtig ist hier, dass kein (!) Haken bei "Nur authentifizierte Nutzer/innen" gesetzt wird. Dadurch wird ein datensparsamer Zugang zu HU-Zoom ermöglicht (Datenschutz!).

Zusammenfassung: Den Prüfungskurs einrichten und organisieren

Schritt 1: Einrichten des Prüfungskurses im separaten Kursbereich "Prüfungen" bei Moodle

Schritt 2: Organisatorische Richtlinien der Prüfung (Dauer, Ablauf etc.) und Regelungen zu Datenschutz (Art. 13 DSGVO) bzw. rechtlichen Rahmenbedingungen (COVID-Regelungen) im Kurs transparent machen, z.B. über eine Verlinkung auf die Vorlagen auf der Website (eingebunden in ein Textfeld)

Schritt 3: Erklärungen zur Gesundheit, zur Selbständigkeit, zu Täuschung und Hilfsmitteln der Prüfung als separates Testmodul voranstellen (s. "Fragen vor der Klausur") und an Voraussetzungen knüpfen (d.h. in den Testeinstellungen bei "Voraussetzungen" eingeben: Nutzerprofil --> Mailadresse endet mit hu-berlin.de bzw. fu-berlin.de etc.)

Schritt 4: Prüfungsabschnitte einpflegen und sofort auf unsichtbar stellen

Schritt 5: Freischaltung der Prüfung an die Voraussetzung "Teilnehmer muss E-Mail-Adresse mit hu-berlin.de bzw. fu-berlin.de etc. haben" und "Erklärungs-Test-Modul = alle mit Ja beantwortet" knüpfen

Schritt 6: Ggf. für einzelne Studierende Nachausteilsregelung berücksichtigen, d.h. z.B. längere Bearbeitungszeiten einstellen (Anleitungen: https://moodle.hu-berlin.de/mod/page/view.php?id=2382869 (Test) und https://moodle.hu-berlin.de/mod/page/view.php?id=2383753 (Aufgabe))

Schritt 7: Studierende manuell einschreiben oder sich selbst einschreiben lassen

Schritt 8: Testdurchlauf durchführen (Rollenwechsel: Teilnehmer), ggf. auch auf verschiedenen Endgeräten bzw. mit differenten Browsern

Schritt 9:Teilnehmerliste mit Liste aus dem Prüfungsbüro abgleichen. Bei Selbsteinschreibung Schlüssel des Kurses ändern, damit sich niemand mehr einschreiben kann.

 

Prüfungsform (praktische Umsetzung)

Je nach gewählter Prüfungsform werden bei Moodle das Test- und / oder Aufgabenmodul genutzt. In jedem Fall sollte die Freischaltung der Prüfungsaufgaben an die Voraussetzungen geknüpft werden, dass die entsprechend vorgeschalteten Erklärungen ("Fragen vor der Klausur") alle mit "Ja" beantwortet wurden.

Das Aufgabenmodul bietet sich besonders für den Prozess "Aufgabe zuteilen, ggf. herunterladen, digital oder von Hand bearbeiten, Ergebnis hochladen" an, z.B. bei Take-Home-Examen in Essayform. Die Auswertung erfolgt nicht automatisch.

Insbesondere geschlossene Verfahren wie das Antwort-Wahl-Verfahren werden demgegenüber mithilfe des Testmoduls realisiert. Hierbei müssen zahlreiche Einstellungen mit Bedacht vorgenommen werden: Randomisierung der Fragen und Antworten, Zeitlimits, Navigation, Bestehensgrenze, Einbindung von multimedialen Elementen und Aufgabenimport.

Zuletzt sollte man einen Prüfungstestkurs einrichten, damit die Studierenden die Möglichkeit erhalten, rechtzeitig vor der Prüfung einen Prüfungskurs zu sehen, der so gestaltet ist wie der echte Prüfungskurs. Im Test-Prüfungskurs könnte eine Klausur aus einem vorangegangenen Semester liegen. Die wichtigste Funktion des Test-Prüfungskurses ist jedoch, dass die Studierenden erfahren, wie die Prüfung ablaufen wird:

Die Studierenden erfahren beispielsweise, dass sie die Klausur auf dem Moodle-Dashboard des aktuellen Semesters finden, dass die Klausur erst freigeschaltet wird, wenn sie die Erklärungen ("Fragen vor der Klausur") mit „Ja“ beantwortet haben, dass sie zwischen den einzelnen Aufgaben im Testmodul vor- und zurückspringen können, dass sie die Abgabe beim Testmodul zweimal bestätigen müssen u.v.m.

Wichtig zu wissen: Ergebnisse bzw. Eingaben werden bei Moodle alle 60 Sekunden lokal (Client-System) und alle 2 Min in der Moodle-Datenbank (HU-Server) zwischengespeichert.

Zusammenfassung: Die Prüfungsform in die Praxis umsetzen

Schritt 1: Informieren über die Prüfungsoptionen mit Moodle im Moodle-Kurs "Elektronische Prüfungen in Moodle" und / oder in einem der Webinare des Moodle-Supports

Schritt 2: Auswahl von Test- oder Aufgabenmodul (oder die bewusste Kombination von beiden Varianten miteinander)

Schritt 3: Über die Einbindung von multimedialen Elementen (Audio, Film, Abbildungen) nachdenken und ggf. mit Fragetypen bzw. Aufgabenstellung verknüpfen

Schritt 4: Über Randomisierung nachdenken - Sollen die Fragen in der Reihenfolge gemischt werden? Sollen die Antwortoptionen in der Reihenfolge gemischt werden? Sollen zufällig Aufgaben (Fragen und Antworten) aus einem Pool gezogen werden, damit die jeweiligen Klausuren maximal unterschiedlich ausfallen? Ggf. Aufgaben aus einem anderen Kurs importieren.

Schritt 5: Über Zeitlimits nachdenken - Soll es neben der grundsätzlichen zeitlichen Begrenzung der E-Prüfung ggf. auch zeitliche Limits für einzelne Aufgaben geben (realisierbar über Voraussetzungen und mehrere Teiltests pro Klausur)?

Schritt 6: Über Spezfika des Antwort-Wahl-Verfahrens nachdenken - Soll es eine feste Navigation durch die Aufgaben geben (nicht empfehlenswert!)? Wie werden die relative und die absolute Bestehensgrenze festgelegt, die in der ZSP-HU (§ 96c, 4 und 5) ausgewiesen sind? Was sehen die Studierenden am Ende ihrer Prüfung (Ergebnisdarstellung)? Wer trägt zur Erstellung der Aufgaben bei, da gemäß ZSP-HU (§ 96c, 2) mindestens zwei Prüfende eine Klausur im Antwort-Wahl-Verfahren gemeinsam erarbeiten müssen?
Achtung: Maluspunkte zu vergeben, ist verboten.

 

Information an die Studierenden

Bereits zu Beginn des Semesters sind die Studierenden über die Prüfungsform und die damit verbundenen Abläufe (inkl. Angaben zu Täuschungsversuch, Nichtantritt, Nichtbestehen, Nachteilsausgleich) zu informieren. Darüber hinaus besteht Transparenzpflicht hinsichtlich der Datenverarbeitung, wenn - wie bei E-Prüfungen - digitale Daten verarbeitet werden (s. Standardinformation zu Art. 13 DSGVO).

Wichtig aus datenschutzrechtlicher Sicht: Wenn die Prüfung durch eine Videokonferenz (HU-Zoom-Meeting) begleitet und mit dem Moodle-Plugin realisiert wird, müssen die Einwahldaten des HU-Zoom-Meetings, d.h. Link, Meeting-ID und Passwort, zusätzlich über das Forum und / oder per E-Mail zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise kann die Einwahl in das HU-Zoom-Meeting nicht nur über das Moodle-Plugin im Prüfungskurs, sondern auch über den Zoom-Client oder vollkommen anonym über den Browser erfolgen.

Zusammenfassung: Die Studierenden informieren

Schritt 1: Über die Prüfungsform und den Ablauf der Prüfung informieren

Schritt 2: Über die landesrechtlichen und universitären Regelungen bzgl. Bedeutung von Täuschungsversuch, Nichtantritt, Sonderregelungen bei Nichtbestehen unter Corona-Bedingungen und sonstige Nachteilsausgleiche aufklären (s. COVID-19-Regelungen)

Schritt 3: Die Studierenden über die Datenverarbeitung im Rahmen ihrer Prüfung und Prüfungskontrolle informieren (s. Standardinformation zu Art. 13 DSGVO)

Schritt 4: Veröffentlichung der HU-Zoom-Meeting-Daten im Forum des Prüfungskurses