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Abb.: Andreas Vollmer

Humboldt-Universität zu Berlin - E-Assessment

Rechtliche Regelungen COVID-19-Pandemie

Ergänzende Information zur „Handreichung zur Online-Durchführung von Closed-Book-Prüfungen“

Punkt 7: "Die Studierenden sind über die landesrechtlichen und universitären Regelungen in Hinsicht auf Bedeutungen von Täuschungsversuch, Nichtantritt, Sonderregelungen bei Nichtbestehen unter Corona-Bedingungen und sonstige Nachteilsausgleiche aufzuklären, damit die vom Gesetzgeber durch die Sonderregelungen mitbeabsichtigte Minimierung des Drucks zur Ablegung von Prüfungen unter erschwerten Pandemie-Bedingungen zum Tragen kommen kann. Dies kann über eine standardisierte Information gelöst werden."

 

Abweichungen von der Regelstudienzeit wegen der COVID-19-Pandemie

Für Personen, die im Wintersemester 2020/21 an der Humboldt-Universität zu Berlin (oder anderen staatlichen oder staatlich anerkannten Berliner Hochschulen) eingeschrieben und nicht beurlaubt waren, gilt eine von der Regelstudienzeit abweichende, um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit. Das bedeutet, das Semester wird als Fachsemester gezählt, gleichzeitig wird die Semesteranzahl der Regelstudienzeit um ein Semester erhöht.

 

Regeln zu Nichtantritt und Nichtbestehen unter Sonderregelungen zu COVID-19

Fall 1: Prüfung abgelegt, aber nicht bestanden.

Prüfung unter Corona-Bedingungen (Prüfungen im Sommersemester 2020 und im Wintersemester 2020/2021):

Die Prüfung gilt als nicht unternommen (BerlHG § 126b) und erscheint nicht in der Prüfungsakte. Corona-Sonderregel.

—> Kein Fehlversuch!

 

Fall 2: Zur Prüfung angemeldet, Prüfung findet statt, angemeldete Studentin oder angemeldeter Student erscheint nicht UND hat triftigen Rücktrittsgrund

Erforderlich: Es muss unverzüglich (spätestens am dritten Werktag) nach dem Prüfungstermin schriftlich der Rücktritt von der Prüfung erklärt UND der Rücktrittsgrund glaubhaft gemacht werden (z. B. bei Erkrankung: Vorlage eines ärztlichen Attests).

Prüfung unter Corona-Bedingungen: Der Prüfungsauschuss prüft, ob der Rücktrittsgrund als erlaubter Rücktritt gewertet wird und damit Anmeldung, Zulassung und Prüfungsversuch als nicht erfolgt gelten (§ 107 Abs. 2 Satz 5 ZSP-HU).

—> Wenn der Prüfungsauschuss positiv entscheidet, kein Fehlversuch!

 

Fall 3: Zur Prüfung angemeldet, Prüfung findet statt, angemeldete Studentin oder angemeldeter Student erscheint nicht UND hat keinen triftigen Rücktrittsgrund

Prüfung unter Corona-Bedingungen: Die Studentin oder der Student ist durchgefallen. KEINE Sonderregel wegen COVID-19.

—> Durchgefallen (Fehlversuch)!

 

Sonstige Aspekte der Prüfung

Kamera und Mikrofon

Kamera und Mikrofon dürfen während der laufenden Prüfung nur deaktiviert werden, wenn die Aufsichtsperson dieses gestattet hat. Nach maximal dreimaliger Aufforderung durch die Aufsichtsperson (verbal, ggf. im Chat) sind deaktivierte Kamera und Mikrofon unverzüglich wieder zu aktivieren. Werden Kamera und Mikrofon unberechtigt deaktiviert oder wird der Aufforderung zur Aktivierung nicht nachgekommen, kann dies als Täuschungsversuch gewertet werden. Vorkommnisse werden im Prüfungsprotokoll festgehalten.

Hinweis: Die Lautsprecher sollten während der gesamten Prüfungszeit eingeschaltet bleiben.

 

Täuschungsversuch

Wer bei der Ablegung einer Prüfung täuscht oder zu täuschen versucht, hat die Prüfung nicht bestanden.

Wird die Täuschung erst bekannt, nachdem das Bestehen der Prüfung bestätigt ist, wird die Bestätigung aufgehoben und eingezogen, d.h. die Prüfung wird als nicht bestanden gewertet (§ 111 ZSP-HU).

Wichtig: Sonderregelungen wegen der COVID-19-Pandemie greifen nicht, da der Täuschungsversuch ursächlich für das Nichtbestehen der Prüfung ist und nicht die pandemiebedingten Nachteile in der Prüfungsvorbereitung.

—> Durchgefallen (wird als Fehlversuch gewertet)!

 

Nachteilsausgleich bei E-Prüfungen

Ein Nachteilsausgleich (NTA) setzt einen Antrag der Studentin oder des Studenten voraus. Bei E-Prüfungen („Modulabschlussprüfungen, die ausschließlich unter Einsatz elektronischer Informations- und Kommunikationstechnologien erbracht oder durchgeführt werden“), kann ein Nachteilsausgleich beantragt werden, wenn beim Studenten oder der Studentin die technischen Voraussetzungen nicht vorliegen (siehe § 107a, Abs. 7 ZSP-HU).

Die Studentin oder der Student muss das Vorliegen der Voraussetzungen glaubhaft machen. Über Art und Gewährung eines Nachteilsausgleichs für Prüfungsleistungen entscheidet der zuständige Prüfungsausschuss (§ 109 ZSP-HU).

Hinweis: Anträge sollten mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf gestellt werden, da das NTA-Verfahren und die Umsetzung des NTA Zeit benötigt.

Auch aus anderen Gründen kann ein NTA gewährt werden, z. B. zur Gewährung längerer Prüfungszeiten. Die Voraussetzungen dazu richten sich nach § 109 ZSP.