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Humboldt-Universität zu Berlin - E-Assessment

E-Prüfungen (summativ)

An der Humboldt-Universität zu Berlin werden sog. E-Prüfungen als summatives E-Assessment in Distanz und in Präsenz durchgeführt. Im Sinne des didaktischen Ansatzes des "Constructive Alignment" ist dabei eine enge Verzahnung von Lehre und Prüfung angestrebt.

E-Prüfungen in Distanz (und in Präsenz)

An der HU werden digitale Prüfungen über das LMS Moodle ermöglicht. Je nach gewählter Prüfungsform (vgl. zu den Möglichkeiten § 96 a) Absatz 2 Satz 1 der ZSP-HU vom 29.5.2020) stehen hierfür zwei Module zur Verfügung: der Test und die Aufgabe.

Grundsätzlich lässt sich der Prüfungsprozess in vier Abschnitte einteilen (s. Abb.), die von den Lehrenden sukzessive und möglichst vorausschauend durchlaufen werden.

Prozessschritte bei einer digitalen Prüfung in Distanz

Im ersten Schritt gilt es, die Prüfungsform festzulegen. Daraus folgt bereits die Wahl des entsprechenden Moodle-Moduls.

  • Wenn die Prüfung in Teilabschnitten, asynchron oder auch als Take-Home-Exam gedacht ist, dann ist das Aufgaben-Modul das Mittel der Wahl.
  • Wenn hingegen die Prüfung synchron und direkt in Moodle stattfinden soll, z.B. mit Auswahlfragen, Freitext oder einer Mischung aus beidem, muss sie mithilfe des Test-Moduls geplant werden. 

Zur Vorbereitung der Prüfung gehört es außerdem, den Prüfungstermin bzw. den Abgabezeitraum festzulegen, dem Prüfungsbüro die Daten mitzuteilen (Kurs, Termin, Prüfungsform etc.) und einen separaten Prüfungskurs anzulegen.

 

Im zweiten Schritt setzen Lehrende ihre gewählte Prüfungsform um (Gestaltung der Prüfung). Sie sollten die damit verbundenen Aufgabenformate in ihrem Kurs ausprobieren, damit vor allem Schwierigkeiten hinsichtlich Technik und Bedienbarkeit auf Seiten der Studierenden für die eigentliche Prüfung minimiert und ggf. Nachteilsausgleiche festgelegt werden können.

Außerdem schreiben die Lehrenden die zur Prüfung zugelassenen Studierenden in ihrem separaten Prüfungskurs ein oder geben ihnen einen Einschreibschlüssel zur Selbsteinschreibung. Besonders wichtig ist es nun, beim Erstellen der Prüfungsinhalte diese bis zum Prüfungsbeginn auf verborgen zu setzen, damit sie den Studierenden nicht vor der Prüfung bekannt sind.

 

Im dritten Schritt (Prüfungsdurchführung) setzen Lehrende erst kurz vor Beginn der Prüfung die Inhalte des Prüfungskurses auf sichtbar, führen eine Identitätsprüfung durch (z.B. über den kurz zuvor versendeten Prüfungskurslink oder über Video bei kleineren Prüfungsgruppen) und beginnen mit einer angemessenen Dokumentation der Prüfung (eine Videoaufzeichnung ist an der HU nicht (!) angemessen). Hierzu zählt auch, dass sie die Erklärungen zu Gesundheit und Selbständigkeit einfordern (z.B. über ein entsprechend geschaltetes Testmodul vor Freischaltung der Prüfungsaufgaben).

Sofort nach Ende der Prüfung müssen Lehrende ihren Prüfungskurs auf unsichtbar stellen, damit sich bspw. Studierende nicht versehentlich aus dem Kurs austragen und damit die Prüfungsdaten verloren gehen.

 

Im vierten Schritt erfolgt je nach gewähltem Prüfungsmodul die Bewertung automatisch (Auswahlaufgaben beim Test-Modul) oder muss von Hand durchgeführt werden (Freitextaufgaben beim Test-Modul; Aufgaben-Modul).

Nach dem Export der Daten übermitteln die Lehrenden die Bewertung an das zuständige Prüfungsamt via gesicherten E-Mail-Verkehrs. Sie können außerdem eine Einsicht in die Prüfung mittels Videokonferenz ermöglichen. Im Anschluss archiviert der CMS jeden einzelnen Prüfungskurs, so dass er von niemandem mehr verändert werden kann.

 

Detaillierte Informationen sind in den Moodle-Kursen "Informationen und Beispiele: elektronische Prüfungen in Moodle", "Informationen und Beispiele: Tests", "Informationen und Beispiele: Aufgaben stellen und bearbeiten" und "Informationen und Beispiele: Bewertungen" zu finden.

 

Anmerkung: Das hier beschriebene Vorgehen unterscheidet sich für E-Prüfungen in Distanz und in Präsenz vor allem hinsichtlich der Organisation und Rechtssicherheit der Prüfungsdurchführung, da E-Prüfungen in Präsenz in einem vorher "gebuchten" PC-Pool vor Ort stattfinden. Dadurch lässt sich die Identität  der Prüflinge zuverlässig feststellen und Betrugsversuchen kann durch eine Aufsicht bzw. die installierte Software leichter vorgebeugt werden.