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Humboldt-Universität zu Berlin - E-Assessment

Rahmenbedingungen für E-Assessment

Vor der Einführung von E-Assessment sollte eine Hochschule in den fünf Bereichen Didaktik, Hochschulpolitik, Organisation, Recht und Technik die Voraussetzungen dafür schaffen, dass E-Prüfungen auf breite Akzeptanz stoßen und so nachhaltig implementiert werden können.

Im ersten Schritt wird eine hochschulpolitische Grundsatzentscheidung über E-Assessment gefällt, die für alle beteiligten Organisationseinheiten verbindlich ist.

Im zweiten Schritt ist es besonders wichtig, E-Prüfungen didaktisch so reflektiert zu gestalten, dass nicht etwa bisherige Prüfungsformen einfach 1:1 in elektronische Verfahren übertragen werden, ohne dabei die Möglichkeiten von E-Assessment zur Verbesserung der Prüfungsqualität zu nutzen.

Im dritten Schritt müssen die technischen Voraussetzungen, d.h. die Bereitstellung von Technologien und Dienstleistungen, für E-Prüfungen geschaffen werden, die sich im Allgemeinen an den didaktischen Anforderungen orientieren sollten.

Im vierten Schritt müssen im Rahmen der Prüfungsorganisation für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des E-Assessments die passenden Strukturen und Workflows etabliert werden.

Im fünften Schritt benötigen E-Prüfungen einen deutlich definierten rechtlichen Rahmen, der allen am Prüfungsprozess Beteiligten Handlungssicherheit gewährt.

(vgl. Franke, P./Handke, J. (2012): E-Assessment. In: Handke, J./Schäfer, A. M. (Hrsg.): E-Learning, E-Teaching und E-Assessment in der Hochschullehre. Eine Anleitung. München: Oldenbourg, 165)

E-Assessment und seine fünf Rahmenbedingungen

Die Schritte sind keineswegs als durchgehend konsekutiv zu verstehen, da sie sich gegenseitig beeinflussen. Wichtig ist jedoch, dass zunächst immer von didaktischen Überlegungen ausgegangen werden sollte, wenn E-Prüfungen eingeführt werden. Nur so kann E-Assessment auch zu einer Bereicherung und Qualitätsverbesserung der Lehre beitragen.