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Abb.: Andreas Vollmer

Humboldt-Universität zu Berlin - E-Assessment

Rahmenbedingung: Technik

Die technologische Basis der E-Assessment-Systeme bildet das Client-Server-Modell. Daher müssen die drei Komponenten Server, Client-System und Netzwerktechnik für unterschiedliche Nutzungsszenarien des E-Assessments stabil funktionieren.

Hochschule: Server bzw. Server-Cluster

Für beide denkbaren Nutzungsszenarien des E-Assessments (in Distanz und in Präsenz) ist eine einwandfrei funktionierende Serverstruktur unerlässlich, damit die E-Prüfung ausfallsicher und mit gleichbleibender Leistung auch bei sehr hohen Zugriffszahlen bereitgestellt, überwacht, bewertet und archiviert werden kann. Die Architektur muss also Ausfallsicherheit, Lastverteilung und Sklaierbarkeit gewährleisten und dafür sorgen, dass

  1. die Server-Dienste immer verfügbar sind,
  2. bei steigenden Anforderungen eine gleichbleibende Performanz behalten und
  3. dabei nur einen linear ansteigenden Ressourcenverbrauch haben.

 

Hochschule: Client-Systeme (z.B. für E-Klausuren)

Spezialisiert sich die Hochschule auf E-Prüfungen in Präsenz (hier vor allem E-Klausuren), muss sie erheblich in weitere Ressourcen investieren. Sie benötigt Computerräume mit einer ausreichenden Anzahl vernetzter und leistungsfähiger Arbeitsplatzrechner, die ggf. durch vorkonfigurierte mobile Geräte ergänzt werden können. In jedem Fall führt dieses Szenario neben allgemein steigenden Investitionskosten (z.B. für Administration) zu technischen Folgekosten, wenn Geräte oder Komponenten ausgetauscht werden müssen.

 

(Lehrende und) Prüflinge: Client-Systeme

Aufgrund der heterogenen Systeme (Geräte, Betriebssystem, Browser etc.) der Prüflinge muss für ein E-Assessment, das möglichst von allen in gleicher Weise technisch erfolgreich durchgeführt werden kann, der kleinste gemeinsame Nenner gefunden werden. Dies kann u.U. bedeuten, dass weit verbreitete, d.h. standardisierte Technologien vorgezogen werden, obwohl sie weniger geeignet sind als spezielle Lösungen. Ebenso ist es möglich, dass auf bestimmte Technologien verzichtet werden muss, weil sie entweder nicht auf allen Plattformen funktionieren oder nicht einmal flächendeckend angeboten werden.

 

Hochschule und Prüflinge: Netzwerktechnik

Eine gute Netzwerktechnik (z.B. Bandbreite), die auch in besonders ausgelasteten Teilnetzen (z.B. bei E-Klausuren) keine hohen Latenzzeiten aufweist, ist in den Hochschulen inzwischen eher der Standard als die Ausnahme. Interessant ist jedoch, dass die Clients (d.h. die Prüflinge) in distanten E-Prüfungen ebenfalls über einen stabilen Netzwerkzugang verfügen müssen. In diesem Fall können sogar für die Netzwerktechnik der Hochschulen unerwartete bzw. u.U. schlecht kalkulierbare Spitzenwerte beim gleichzeitigen Zugriff auf die Server entstehen, die z.B. zum verzögerten Abruf einer E-Prüfung und damit zu einer verkürzten Bearbeitungszeit führen können.

 

Variante: Redundanzen vermeiden - Technik "sharen"

Eine Möglichkeit, die finanziellen Belastungen zu teilen, besteht für ein Hochschule darin, sich mit anderen Hochschulen zusammenzuschließen und z.B. gemeinsam Server-Kapazitäten oder Prüfungsräume bereit zu stellen und zu nutzen. Hierbei können allerdings Konflikte entstehen, wenn unterschiedliche Interessen und technische Konzepte auf eine gemeinsame Linie gebracht werden sollen.