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Abb.: Matthias Tietze

Humboldt-Universität zu Berlin - Task Force Digitale Lehre

Didaktische Fragen

Gestaltung von Online-Lehrveranstaltungen, Netiquette, Prüfungen etc.
  • Gibt es Empfehlungen für einen sicheren und respektvollen Umgang von Studierenden und Lehrende?

    Die Umstellung auf Online-Lehre ist eine Herausforderung für alle Lehrenden und Studierenden. Gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis sind daher besonders wichtig.


    Alle Teilnehmenden sollten sich bewusst sein, dass die digitale Lehrveranstaltung den gleichen Grundsätzen folgt wie eine Präsenzveranstaltung. Teilnehmende an digitalen Lehrveranstaltungen sollten beispielsweise ihren Rufnamen benutzen.

    Es ist auch hilfreich, gleich zu Beginn gewisse Grundregeln zu definieren (z.B. erlaubt Zoom das digitale “Melden”, falls Teilnehmende sprechen wollen) und diese regelmäßig zu wiederholen.


    Ziel ist es, durch klare Kommunikation (auch schon vor digitalen Lehrveranstaltungen) Missverständnisse zu vermeiden und eine für alle produktive Lernatmosphäre zu schaffen. 
    Folgende Grundregeln können bei der Etablierung einer Netiquette hilfreich sein:

     

    1. Im digitalen Raum gelten die gleichen Kommunikationsstandards wie in der Präsenzlehre: Beleidigungen und das Teilen von privaten oder unangemessenen Inhalten gehören nicht in die Online Lehre. Alle Teilnehmenden sollten zudem auf angemessene Rechtschreibung und Zeichensetzung achten und mit Humor und Ironie in schriftlicher Kommunikation vorsichtig umgehen, um Missverständnisse zu vermeiden.
    2. Achten Sie auf das Urheberrecht und die Privatsphäre: Teilen Sie nicht ungefragt Materialien anderer, zitieren Sie auch online (z.B. in Foren oder schriftlichen Beiträgen) korrekt. Verbreiten Sie nicht unerlaubt Screenshots oder Bildmaterialien anderer Teilnehmenden oder Lehrenden.
    3. Seien Sie verständnisvoll: Für viele Lehrende und Studierende ist ein digitales Semester eine Herausforderung. Fehler und Missverständisse können und werden auftreten und die relative Anonymität der digitalen Lehre kann dazu führen, dass Kritik nicht immer professionell ausgedrückt wird.  Suchen Sie das offene Gespräch in Konfliktfällen (persönlich via E-Mail, Chat oder Zoom) und zeigen Sie besonderes Verständnis für diese ungewöhnliche Situation.

     

    Weitere Anregungen für Grundregeln finden Sie hier:
    http://www.albion.com/netiquette/corerules.html
    https://achievevirtual.org/7-rules-for-online-etiquette/
     

  • Muss ich jetzt alle meine Veranstaltungen auf Zoom anbieten?
    Ich unterrichte jede Woche eine Vorlesung oder ein Seminar. Soll ich meine Vorlesung jetzt jede Woche zur gleichen Zeit auf Zoom halten? Soll mein Seminar jetzt über Zoom stattfinden?

    Wir empfehlen Ihnen dringend gut abzuwägen, bevor Sie sich für dieses Modell entscheiden!
    Wie jedes Medium hat Zoom in der Verwendung Vor- und Nachteile. Der Vorteil von Zoom liegt in der Möglichkeit zum direkten Austausch. Nachteilig ist, dass alle Beteiligten zeitgleich online sein müssen und dabei mit ausreichend guter Internetverbindung und technischem Equipment ausgestattet sein müssen. Deshalb empfehlen wir, Zoom nur dort einzusetzen, wo der direkte, mündliche Austausch im Vordergrund steht.


    In vielen Fällen ist es didaktisch sinnvoller, den Studierenden ein Skript oder eine Audio- oder Videodatei (ggf. in Verbindung mit Aufgaben) bereitzustellen. Dazu empfehlen wir die Verwendung von Moodle. 


    Wenn Sie einen Moodlekurs als virtuellen Vorlesungs- bzw. Seminarraum nutzen, können Sie dort über das Semester hinweg Ihre Audio- oder Videodateien, Arbeitsmaterialien, Aufgaben, Protokolle etc. zum Vor- und Nachbereiten ablegen. Das hat aus Sicht der Studierenden den Vorteil, dass dort alle Materialien für die Dauer des gesamten Kurses hinterlegt werden können.


    Demgegenüber ist ein Zoom-Meeting kein echter "Raum" mit hinterlegten Materialien (d.h. z.B. Folien, Videos o.ä. der vorangegangenen Sitzungen). Materialien können immer nur über die Bildschirme der Veranstalter*innen (und ggf. Teilnehmer*innen) geteilt werden. Zoom erlaubt und ermöglicht zwar die Aufzeichnung einer Sitzung als Video, aber jeweils nur für eine Sitzung und alle verwendeten Materialien werden dabei nur als Teil der Aufzeichnung gesichert.


    Außerdem wird der große Vorteil der Online-Lehre, dass Studierende flexibel zu unterschiedlichen Uhrzeiten lernen und arbeiten können, nicht genutzt, wenn Sie Ihre Veranstaltung jede Woche zur gleichen Zeit auf Zoom anbieten.
     

  • Wo soll ich anfangen, wenn ich einen Online-Kurs plane?

    Ein guter Startpunkt ist der Crashkurs des bologna.lab:

    Crashkurs zum Thema "Präsenzlehre in Online-Lehre übersetzen" auf Moodle

    Der Moodle-Kurs bietet Lehrenden konkrete Unterstützung für Ihre Online-Lehre an: In sechs Modulen leitet der Kurs durch den Prozess der Überarbeitung des eigenen Lehrprojekts. Es ist allerdings auch möglich, gezielt einzelne Module zu absolvieren und sich von konkreten Gestaltungstipps und Methoden inspirieren zu lassen. Der Kurs wurde speziell für die aktuellen Bedürfnisse von Lehrenden zum Sommersemester 2020 entwickelt.

     

  • Wo kann ich mich über didaktische Fragen zur Gestaltung von Online-Lehre informieren?
  • Was muss ich beachten, wenn ich Online-Lehre plane?

    Einige kurze Hinweise:

    • Denken Sie daran:  das Sommersemester findet nicht unter idealen Bedingungen statt. Bleiben Sie daher realistisch in Ihren Ansprüchen. Es geht nicht darum, den ‘perfekten’ Online-Kurs zu erstellen.
    • Sie müssen nicht in der ersten Semesterwoche Ihren gesamten Online-Kurs fertig geplant und z.B. auf Moodle eingepflegt haben. Es reicht wenn Sie die ersten 2-3 Wochen geplant haben, später können Sie den Kurs nach und nach vervollständigen.
    • Dadurch, dass es kein Präsenztreffen zu Beginn des Semesters gibt, brauchen die Studierenden mehr organisatorische Hinweise, damit das Gefühl entsteht, in einen sicheren Lernrahmen eingebunden zu sein. Machen Sie zu Beginn des Semesters eine bewusste Begrüßung und klären Sie, wo die Studierenden Materialien finden und wie sie Sie erreichen können. Stellen Sie sicher, dass Sie auch tatsächlich erreichbar sind.
    • Gehen Sie davon aus, dass die Studierenden in der Online-Situation (Lesen am Bildschirm, Tippen statt Sprechen etc.) mehr Zeit für den gleichen Inhalt brauchen. Auch der Technik-Check (“Können Sie mich hören und sehen?”) auf Zoom frisst erfahrungsgemäß Zeit. Verringern Sie den Workload Ihrer Veranstaltung entsprechend, sofern dies möglich ist.
    • Schaffen Sie von Beginn an Bewertungstransparenz. Wenn Sie noch nicht wissen, wie Sie Leistungen im Sommersemester bewerten werden, dann kommunizieren Sie, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar ist, schnellstmöglichst jedoch geklärt werden wird.
  • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es an der HU zum Thema Online-Lehre?

    Sie können derzeit an der HU zum Thema Online-Lehre verschiedene (Kurs-) Angebote zur persönlichen Weiterbildung wahrnehmen:

     

    • Die Angebote des Moodle-Supports: Sie finden dort Kurzeinführungen und verschiedene Online-Kurse zum Thema Online-Lehre auf Moodle. Ein guter Einstieg ist der Kurs "Digitale Tools für Studium und Lehre"
    • im Moodle-Playground zu den Neuerung der Moodle-Erweiterung H5P

     

  • Wie kann ich als Lehrperson mit Bedenken meiner Studierenden gegenüber Online-Meetings umgehen?
    Einige meiner Studierenden möchten nicht an HU Zoommeetings teilnehmen. Entweder weil sie Angst haben, dass Zoom unsicher sei oder weil sie Bedenken haben, dass nicht alle Beteiligten sensibel mit der Privatsphäre der anderen umgehen.

    Die gegenwärtigen Unsicherheiten sind angesichts der allgemeinen großen Umstellungen verständlich. Bei allen Beteiligten muss sich erst etwas Erfahrung und Vertrauen aufbauen. Kommunizieren Sie gegenüber Ihren Studierenden, dass Sie für diese Bedenken Verständnis haben und weisen Sie sie gleichzeitig auf die bestehenden Regeln zu Kommunikation und Datenschutz hin.

    Für die Kommunikation an der HU in jedweder Form gelten die Grundregeln für ein respektvolles Miteinander wie im Amtlichen Mitteilungsblatt 117/2014 veröffentlicht.

    Konkrete Empfehlungen für den Kontext der Online-Lehre haben wir hier unter Punkt 7 veröffentlicht: https://www.cms.hu-berlin.de/de/dl/multimedia/bereiche/dmp/digitale-lehre/empfehlung

    Im Moodle-FAQ finden Sie zu dem Thema einen Eintrag: „Kommunikation: Netiquette für das Miteinander in Foren, Video- und Audiokonferenzen

    Bezüglich der technischen Aspekte der Sicherheitsfragen in HU-Zoom möchten wir auf die Informationsseiten verweisen:

    Diese Seiten decken unseres Erachtens alle bislang aufgeworfenen Fragen und Bedenken ab und werden kontinuierlich aktualisiert.

  • Wie kann ich als Lehrperson mit Bedenken meiner Studierenden gegenüber Online-Meetings umgehen?
    Einige meiner Studierenden möchten nicht an HU Zoommeetings teilnehmen. Entweder weil sie Angst haben, dass Zoom unsicher sei oder weil sie Bedenken haben, dass nicht alle Beteiligten sensibel mit der Privatsphäre der anderen umgehen.

    Die gegenwärtigen Unsicherheiten sind angesichts der allgemeinen großen Umstellungen verständlich. Bei allen Beteiligten muss sich erst etwas Erfahrung und Vertrauen aufbauen. Kommunizieren Sie gegenüber Ihren Studierenden, dass Sie für diese Bedenken Verständnis haben und weisen Sie sie gleichzeitig auf die bestehenden Regeln zu Kommunikation und Datenschutz hin.

    Für die Kommunikation an der HU in jedweder Form gelten die Grundregeln für ein respektvolles Miteinander wie im Amtlichen Mitteilungsblatt 117/2014 veröffentlicht.

    Konkrete Empfehlungen für den Kontext der Online-Lehre haben wir hier veröffentlicht: https://www.cms.hu-berlin.de/de/dl/multimedia/bereiche/dmp/digitale-lehre/empfehlung#netiquette

    Im Moodle-FAQ finden Sie zu dem Thema einen Eintrag: „Kommunikation: Netiquette für das Miteinander in Foren, Video- und Audiokonferenzen

    Bezüglich der technischen Aspekte der Sicherheitsfragen in HU-Zoom möchten wir auf die Informationsseiten verweisen:

    Diese Seiten decken unseres Erachtens alle bislang aufgeworfenen Fragen und Bedenken ab und werden kontinuierlich aktualisiert.