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Humboldt-Universität zu Berlin - Computer- und Medienservice

AFS - Andrew File System

1. AFS am CMS
2. Zugang zum AFS
3. Kommandosprache
4. AFS-Homeverzeichnisse
5. Anwendung
6. Client Installation

1. AFS am CMS

Das Andrew File System ist ein verteiltes, plattformunabhängiges,
globales Dateisystem

Die Software ist Open Source und wird von der OpenAFS Community zur Verfügung gestellt. Das CMS hat seit mehr als zwei Jahren eine eigene AFS-Zelle

cms.hu-berlin.de
installiert, die in den globalen AFS-Dateisystembaum
/afs

eingehängt ist. Der Pfad für die Zelle ist

/afs/.cms.hu-berlin.de

Der Punkt vor dem Zellennamen kennzeichnet, dass es sich um die Read-Write Zelle handelt. Nur in diese kann geschrieben werden. Ohne Punkt handelt es sich um die die Read-Only Zelle, eine Kopie der RW-Zelle.

2. Zugang zum AFS

2.1. Web-Interface

Seit neuestem gibt es ein Web-Interface zum AFS. Damit entfällt die, teilweise nicht ganz einfache, Installation eines AFS-Klienten auf dem lokalen Rechner. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über einen Browser und den Server "webafs". Das ursprüngliche, auf dem Filedrawer aufsetzende, Web-Interface für AFS wurde auf ein WebDAV-Interface umgestellt.

https://webafs.cms.hu-berlin.de

Das WebDAV-Interface ermöglicht alle möglichen Dateioperationen, ACL-Operationen sowie das Setzen von Gruppenrechten. Die Anmeldung erfolgt über den CMS-Account.

2.2. OpenAFS-Client

Eine weitere Möglichkeit des Zugriffs auf den AFS-Dateibaum ist die Installation des entsprechenden OpenAFS-Klienten für die Architektur des lokalen Rechners.
Eine ausführliche Beschreibung befindet sich weiter unten. Auf dem zentralen UNIX-Server pluto sowie auf dem Compute-Cluster sind OpenAFS-Klienten installiert, so dass auch von diesen Rechnern auf den AFS-Dateibaum zugegriffen werden kann.

3. Kommandosprache

Wenn man einen AFS-Klienten installiert hat, benötigt man neben den Systemkommandos einige AFS spezifische Kommandos.
AFS kennt 3 wichtige Kommandogruppen (command_group):

  • PTS-Kommndos (Protection Database Server Kommandos)
  • FS-Kommandos (File Server Kommandos)
  • VOS-Kommandos (Volume Kommandos)

Die erste Gruppe beinhaltet alle Kommados, die mit AFS IDs und Mitgliedschaft in AFS-Gruppen zu tun haben, sie beginnen mit pts. Die zweite Gruppe von Kommandos bezieht sich auf die Daten, die auf den Fileservern liegen, sie beginnen mit fs. Die zuletzt genannte Gruppe ist für normale Nutzer quasi unbedeutend, die Kommandos beginnen mit vos. Alle Kommandos haben die Form

command_group operation_code -switch  -flag
Der "operation_code" beinhaltet die Aktion gefolgt von verschiedenen Argumenten. Für alle Kommandos gibt es die "help" Aktion mit der man den Vorrat an Kommandos der Gruppe erfährt. Alle Aktionen der Kommandos können abgekürzt werden, müssen dabei aber eindeutig bleiben.
pts help          oder   pts h
pts help adduser  oder   pts h add
fs h sa           oder   fs help setacl

Auf UNIX-Systemen bekommt man auch über die Manuals Informationen zu den Kommandos. z.B.

man pts_examine   ->  Manual für "pts exa" 
Im folgenden sind die wichtigsten Kommandos für normale Nutzer zusammengefasst:
pts exa pusida
pts exa pusida:matlab
pts mem pusida
pts mem pusida:abt4
pts add laua pusida:abt4
pts del h1098syd pusida:abt4
cd /afs/.cms.hu-berlin.de/user/pusida
fs lq .                            -> list Quotas und Volume des Verzeichnisses
fs exa .                           -> liefert weitere Infos zum Verzeichnis
fs lsm /afs/.cms.hu-berlin.de/software/compsv/matlab  -> listet Mount Punkt
fs whereis /afs/.cms.hu-berlin.de/software            -> zeigt den Server
fs la .                                               -> listet die ACLs
fs sa doc -acl pusida:abt4 rl                         -> setzt ACLs

3. AFS-Homeverzeichnisse

Sämtliche Accounts, die vom CMS vergeben werden, gelten auch für das AFS. Die Anmeldung bei der CMS-Zelle kann über verschieden Wege erfolgen.
Jeder Account bekommt zusätzlich zu seinem Home-Verzeichnis ein AFS-Home-Verzeichnis mit einer Kapazität von 5 GB. Auch dieses Verzeichnis wird täglich gesichert. Der Pfad zum eigenen AFS-Home-Verzeichnis ist z.B. für den Account "testmlz1" der folgende:

/afs/.cms.hu-berlin.de/user/testmlz1

In dieses Verzeichnis kann nur der Account "testmlz1" hineinsehen, alle anderen Nutzer haben nur die Erlaubnis zum "Listen" des Verzeichnisses. Auch diese kann entzogen werden mit den Kommandos

cd /afs/.cms.hu-berlin.de/user/<account>
fs sa . -acl system:anyuser none

Das Verzeichnis enthält die aktuellen Daten des Tages, das Verzeichnis

/afs/cms.hu-berlin.de/user/testmlz1

die des Vortages (einziger Unterschied im Pfadnamen ist der Punkt vor dem Zellennamen). Täglich um 6:30 Uhr wird der aktuelle Stand auf die Read-Only Kopie geschrieben.

4. Anwendung

Um den potenziellen Nutzen des AFS zu verdeutlichen wurden ein paar exemplarische Anwendungs-Szenarien für das AFS zusammengestellt. Einige Hinweise zur Benutzung sollten die meisten Fragen in Bezug auf fertige Installationen beantworten.

5. Client Installation

Die folgenden Installationsanleitungen sollten für die am meisten verbreiteten Betriebssysteme nützlich sein. Bei Fragen und Problemen mit dem AFS wenden Sie sich bitte an das AFS-Team. Bei den Anleitungen für verschiedene Unix-Varianten wird davon ausgegangen, dass:

  • bekannt ist, was eine Shell ist. Alle aufgeführten Kommandos müssen in eine solche eingegeben werden.
  • grundlegende Kommandos wie "cp" oder "cd", sowie ein Texteditor bekannt sind. Es wird nicht jedesmal eine Befehlszeile angegeben, wenn in ein Verzeichnis gewechselt oder eine Datei kopiert werden soll.
  • entsprechende Privilegien vorhanden sind. Die meisten Kommandos benötigen root-Rechte.

Windows

detaillierte Installations-Anleitung

Mac OS X

detaillierte Installations-Anleitung

Redhat Enterprise Linux

detaillierte Installations-Anleitung

openSuSE

detaillierte Installations-Anleitung

Debian und Ubuntu

detaillierte Installations-Anleitung

Solaris

detaillierte Installations-Anleitung